60 Jahre «Dei Verbum»
Warum dieses Konzilsdokument bis heute wichtig ist
Was hat das Zweite Vatikanische Konzil mit unserem heutigen Bibelverständnis zu tun? Sehr viel. In seinem Beitrag zeigt Stefan Dominik Furrer, warum die 1965 verabschiedete Konstitution Dei Verbum einen entscheidenden Wendepunkt markiert: Die Bibel wird nicht mehr als unmittelbar von Gott diktierter Text verstanden, sondern als Wort Gottes, das durch menschliche Autorinnen und Autoren in konkreten geschichtlichen Situationen Gestalt angenommen hat. Dieser Perspektivenwechsel eröffnete neue Wege der Auslegung und prägt Bibelforschung, Bibelpastoral und kirchliche Bildungsarbeit bis heute. Gleichzeitig wird sichtbar, warum die Bibel gerade dadurch näher, verständlicher und lebensrelevanter wird.
