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Die Anfänge Israels. Die Diskussionen um die Landnahme   
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Welt und Umwelt der Bibel 49 3/2008

80 S., Fr. 19.-

Die «Landnahme Israels» sind ein viel diskutiertes Thema – nicht nur in der Exegese. Und die Ergebnisse neuester Forschungen lassen aufhorchen: Israel ist wohl überhaupt nie in das «verheissene Land» eingewandert, sondern es war immer schon da! Die Vorfahren der Israeliten waren – so die Analyse der Archäologen – Bewohner des Berglands zwischen Jordan und Mittelmeer. Während sich an der Küste die Seevölker (Phönizier und Philister) breitmachten, reifte oben in den Hügeln ganz friedlich und wohl ohne spektakuläre Kriegszüge das Volk heran, das sich später Israel nennt. In den Adern der Israeliten strömte also kanaanäisches Blut.
Nach dieser klaren archäologischen Erkenntnis entsteht natürlich Erklärungsbedarf für die ganz anders lautenden Darstellungen der biblischen «Geschichtsbücher»:
Die Landnahmeschilderungen wurden in Zeiten verfasst, in denen Israel politisch ohnmächtig war. Sie dienten dazu, einem äusserst bedrohten und geteilten Volk neues Selbstbewusstsein und Gottvertrauen zu geben. Darum eignen sich diese «Berichte» ganz und gar nicht als Argument für (heutige) Gewaltpolitik.
Wie dieser Kampf um das Land heutzutage geführt wird, zeigt ein Bericht über die aktuelle Situation in Palästina. Und: Anlässlich des Jubiläums des Staates Israel enthält der archäologische Teil des Heftes einen Überblick über 60 Jahre Archäologie in Israel.

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